Sonntag, 23. April 2017

[R] Rotkäppchen und der Hipster-Wolf #1 von Nina Mackay

 
Drachenmond Verlag | 380 Seiten | Band 1 von bisher 1 | Taschenbuch | Oktober 2016 | Amazon →

Klappentext:

Im Märchenwald ist die Hölle los. Alle Happy Ends wurden gestohlen! Cinderella, Schneewittchen und Co. beschließen, ihre verschwundenen Prinzen zu retten, wozu sogleich eine Verhöre-und-Töte -Liste der Verdächtigen erstellt wird:
1.Wölfe töten
2.Hexen töten
3.böse Stiefmütter töten (wobei das oft mit Punkt 2 einhergeht)
4.böse Feen töten

Nur Red findet die Idee äußerst schwachsinnig. Doch dann taucht ein gutaussehender Hipster auf, der mehr über die verschwundenen Prinzen zu wissen scheint. Schnell stellt sich heraus, dass Everton eigentlich ein Werwolf ist und auf der Liste der durch die Prinzessinnen bedrohten Arten steht. Red bleiben plötzlich nur sieben Tage, um die Prinzen zu finden, bevor sie Ever ausliefern muss. Doch warum will gerade er eigentlich die Happy Ends zurückbringen? Benutzt er Red nur für seine eigenen Zwecke? Sicher ist jedoch: In Reds Leben nimmt ab sofort die Zahl der Hipsterwitze wahnwitzige Ausmaße an, sehr zum Leidwesen von Ever ...

Zum Buch:

Ich hatte schon viel vom Drachenmond Verlag gehört und nun bin ich endlich keine Drachenmond Jungfrau mehr! Und das gleich mit so einem Schatz!


“Du willst alleine mit diesem Wolf-"
"Halbwolf", wirft Ever ein
"-alleine mit diesem Halbwolf ins Ausland? Was ist, wenn er dich unterwegs frisst? Hast du nichts dazugelernt?" [...] "Ich lebe vegan", behauptet Ever jetzt.
"Siehst du." Mit dem Daumen weise ich auf den angeblichen bösen Wolf. "Er lebt vegan." Natürlich. Was auch sonst.

Der Klappentext hat mich ja schon angesprochen gehabt und mich zum Schmunzeln gebracht, aber das Buch war einfach nur genial! In meinem Alter komme ich schon viel mit "Hipstern" in Berührung und einwenig glaube ich, bin ich auch ein Hipster...zumindest nach dem ich es gelesen habe *lach* Die Anspielungen sind aber auch so genial und gekonnt eingesetzt. Die Witze wirken nicht aufgesetzt oder gezwungen. Es gab Hexen mit Flohtox Behandlungen und die Hexe von Hänsel und Gretel lebt jetzt natürlich vegan! Ever der Werwolf übrigens auch, war ja klar, typisch Hipster eben. Alice und der Hutmache sind kleine Junkies, aber mal ehrlich, wer dachte bei den beiden schon, das sie nur Tee trinken?
Nina Mackays "Hipster-Wolf" ist voller Ironie und Witz und alles ist so gut auf den Punkt gebracht, sodass man das Buch gar nicht aus den Händen legen kann.  Und dass ich eigentlich überhaupt kein Fan von Märchenadaptionen bin und mich bisher nie ein Buch überzeugt hat und die Hälfte habe ich eh abgebrochen habe, spricht für sich!
Ich habe zwar um die 20 Seiten gebraucht, um richtig in das Buch reinzukommen, aber ich brauche meistens einwenig am Anfang.

“Ihr könnt nicht alle regieren. Besser, ihr bringt euch jetzt gleich gegenseitig um", empfiehlt die Katze meinen Freundinnen zum Abschied.
Snow runzelt die Stirn. "Du hast wohl zu viel Game of Thrones geschaut." Glücklicherweise folgen mir jetzt alle, sodass wir endlich Abstand zwischen uns und die durchgeknallte Katze bringen.
"Wer ich?", fragt die Grinsekatze. "Erster meines Namens, aus dem Hause Grin, Beschützer des Dunkelwaldes, Wächter über alle Thunfische, Vater von ...” 

Nina Mackays Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen. Es macht einfach Spaß zu lesen und man ist so gespannt was sich Nina als nächstes ausgedacht hat. So ging es mir beim Lesen, ich würde gerne wissen, was alles in ihrem Kopf vorging beim Schreiben. Alles war so absurd komisch und ich wäre nie im Leben darauf gekommen, aber während ich es gelesen habe, dachte ich tatsächlich manchmal, dass es sich logisch anhört und ich kann mir gut vorstellen, dass sich manche dieser Märchen Figuren so weiter entwickeln würden.

“Oh, oh. Gerade habe ich mir noch ein Wolf gelacht, aber jetzt starre ich fassungslos auf den Hipster vor mir, der ganz offensichtlich ein Hipster-Wolf ist!”

Auch fand ich toll, was für eine neue Welt Nina hier aufgebaut hat mit dem Märchenwald und den dazugehörigen Märchen Figuren, jedoch auch Neverland und Wonderland mit Peter Pan und co. oder eben auch Alice und der Hutmacher. Alles hat aber so gut zusammengepasst und ich fand es so schön die verschiedenen Geschichten zusammen in Kooperation zu erleben.

“Uhm", hauche ich. "Nach rechts oder links?"
"Am besten legen wir eine Spur aus Brotkrumen", schlägt Snow vor.
"Ich habe noch Chia-Samen," Ever kramt in seinem Rucksack.
War ja klar.

Das Einzige worüber ich enttäuscht bin ist das Ende. Ich weiß es kommt noch ein weitere Band und vielleicht wird dies dort richtig aufgelöst, und da ich jetzt auch nicht spoilern möchte, wollte ich das nur erwähnen. Das hat mich irgendwie so unbefriedigt zurückgelassen..

Fazit:

Ein sehr humorvolles und ironisches Buch, welches aber nicht nur zum Lachen ist, sondern auch mit guter Geschichte punkten kann.





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